Anouk Lentz
Instagram: anouk_kuona_
Anouk Lentz fand während ihres Aufenthalts in Mexico (2016-2019), geprägt von der lokalen Grafikszene und Arbeitsphasen u.a. in La Chiba Grafica, zur Druckgrafik.
Zurück in Deutschland gründete sie eine offene Druckwerkstatt, war in lokalen Ausstellungen aktiv und studiert seit 2024 Malerei/Glas an der Burg Giebichenstein in Halle (Saale), wo sie ihre Praxis um Malerei, Installation und Glas erweitert.

»An der Druckpresse – kurbelnd und farbverschmiert, zwischen Walzen, Papier und Terpentin – fühle ich mich Zuhause.«
WERKE



EINBLICKE
Welche Rolle spielt Druckgrafik in deiner bisherigen Praxis?
Druckgrafik bildet die Basis und Konstante meiner Arbeit, mit ihr begann mein künstlerisches Schaffen und bis heute ist sie der rote Faden der sich durchzieht. An der Druckpresse – kurbelnd und farbverschmiert, zwischen Walzen, Papier und Terpentin – fühle ich mich Zuhause.
Was bedeutet der Austausch mit anderen Künstler:innen für deinen Arbeitsprozess?
Es gibt Momente in meiner künstlerischen Praxis, da ist Rückzug und alleiniges Ausbrüten existentiell. Meistens aber genieße ich gemeinsames Arbeiten, zusammen oder nebeneinander, sehr. Oft verstehe ich meine eigenen Ansätze besser im Austausch mit meinen Kolleg:innen und bin gleichermaßen inspiriert und bereichert, anderen Arbeitsweisen beiwohnen zu dürfen.
Was inspiriert dich aktuell in deiner Arbeit?
Beiläufige Begegnungen mit der keimenden Kartoffel ganz unten im Regal, gefundenen Samen und Nüssen, die auch am Wegesrand aufbrechen und keimen. Wurzelnetzwerke wachsen in mein Notizbuch hinein. Aus dem Augenwinkel zeigt mir die Natur ihre regenerative Kraft, trotzt mir hoffnungsvoll entgegen und lässt mich wissen, dass es auch in dunklen Zeiten weitergeht.
VITA
Anouk Lentz wurde 1995 in Landshut (Niederbayern) geboren. In ihrer Familie gibt es viel druckgrafische Tradition, sie schlug diesen Weg jedoch erst ein, als sie von 2016 bis 2019 in Mexiko lebte. Dort begann ihre künstlerische Arbeit zwischen punkigen Kollektiven und öffentlichen Druckwerkstätten, geprägt von der mexikanischen Grafikszene. Neben autodidaktischem Lernen absolvierte Anouk hier auch mehrere Praktika und eine Artist Residency in La Ceiba Grafica, wo sie mehrere Monate lithografisch arbeitete.
Zurück in Deutschland gründete Anouk eine offene Druckwerkstatt im Hofsyndikat Angersdorf und gab dort Kurse. Sie nahm an verschiedenen kleineren Projekten, lokalen Ausstellungen und Märkten teil. Nach einer Gasthörerschaft 2023 kam sie 2024 dann nach Halle und studiert seitdem in der Klasse Malerei/Glas an der Burg Giebichenstein. Künstlerisch kommt Anouk aus der traditionellen Druckgrafik und experimentiert in ihrem Studium zunehmend mit Malerei, Installation und Glas.

















































