02. Juli 2026
Sommerliche Drucksession mit Linda, Katharina und Anne.



















Fotos: Deborah Ziller
02. Juli 2026
Sommerliche Drucksession mit Linda, Katharina und Anne.



















Fotos: Deborah Ziller
Juni 2026
„ABRAKA DRUCKBAR – der okkulte Copyshop“ 🪄💫🧙♀️🦄🧙🏻♂️🧪🪅🪩🎩🦚✨🍵🎪🎉
Im Rahmen des LITHOVERSUM-Projekts verwandelte sich die DRUCKBAR in einen magischen Ort zwischen Druckgrafik, Ritual und Experiment. Gezeigt werden druckgrafische Arbeiten und Experimente zwischen Schmuddeleien und Monotypien.
Mit Arbeiten von:
BRIANNA BLUG | SVENJA HINZMANN | ANOUK LENTZ ANNE R. OERTEL | BIANCA STRAUCH























Fotos: Deborah Ziller
Instagram: lindagrueneberg | Website: linda-grueneberg.de
Linda Grüneberg lebt und arbeitet in Halle (Saale). Sie ist Mitglied der Künstlerinnengruppe Stella Matko.

„ICH SEHE DIE DRUCKBAR ALS RAUM FÜR EXPERIMENT, GEMEINSAMES LERNEN UND KONZENTRIERTE WEITERENTWICKLUNG.“



Welche Rolle spielt Druckgrafik in deiner bisherigen Praxis?
Meine bisherigen Drucktechniken sind Frottage und Schablonendruck. Beide Verfahren sind einfach, direkt und manuell ausführbar – ohne Maschinen oder Druckpressen. Heute arbeite ich ausschließlich mit der Schablonentechnik. Sie bildet die Grundlage meiner aktuellen künstlerischen Praxis. Jeder Druck wird einzeln
gesetzt, jede Setzung hinterlässt eine Spur meiner Hand. Durch Reihung und rhythmische Anordnung entstehen reduzierte, ruhige und systematische Bildstrukturen.
Was interessiert dich besonders an der Technik der Lithographie?
Im Rahmen des LITHOVERSUMS möchte ich meine Arbeit mit der Schablonentechnik weiterführen und zugleich in ein für mich neues druckgrafisches Verfahren übertragen: die Lithografie. Besonders interessiert mich, wie sich Schablonen direkt auf dem Stein einsetzen lassen und welche bildnerischen Möglichkeiten daraus entstehen. Im Unterschied zu meiner bisherigen langsamen,
einzeln gesetzten Arbeitsweise ermöglicht sie schnellere Druckabfolgen, Varianten und Wiederholungen. Ich möchte untersuchen, wie sich meine bisherige Bildsprache in diesem Verfahren weiterentwickeln lässt.
Was bedeutet der Austausch mit anderen Künstler:innen für deinen Arbeitsprozess?
Das LITHOVERSUM bietet für dieses Vorhaben einen idealen Rahmen. Die offene Werkstattatmosphäre, die Begleitung durch die erfahrene Werkstattleitung von Stefan und der Austausch mit anderen Künstler:innen entsprechen meinem Verständnis von
künstlerischer Forschung. Ich sehe die Druckbar als Raum für Experiment, gemeinsames Lernen und konzentrierte Weiterentwicklung.
* 1984 in Löbau/ Sachsen
lebt und arbeiter in Halle/ Saale
Mitglied der Künstlerinnengruppe Stella Matko
AUSBILDUNG
2011-2015 Studium der Bildenden Kunst im Fachbereich Malerei/Grafik (Diplom) an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2007-2011 Studium der Bildhauerei an der Hochschule für bildende Künste Dresden
STIPENDIEN
2024 Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und Kloster Bergesche Stiftung
2021 Projektförderung >Büro Otto Koch< Dessau
2021 Katalogstipendium der Ostdeutschen Sparkassenstiftung
2020 Landesstipendium des Landes Sachsen-Anhalt, Dahrenstedt
2018-2019 Stipendiatin der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt, verliehen durch die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2018 Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und Kloster Bergesche Stiftung
„ABRAKA DRUCKBAR – der okkulte Copyshop“ 11.06.2026
🪄💫🧙♀️🦄🧙🏻♂️🧪🪅🪩🎩🦚✨🍵🎪🎉
Im Rahmen des LITHOVERSUM-Projekts verwandelte sich die DRUCKBAR für einen Abend in einen magischen Ort zwischen Druckgrafik, Ritual und Experiment. Gezeigt wurden druckgrafische Arbeiten und Experimente zwischen Schmuddeleien und Monotypien.
Besonderes Highlight des Abends war die „Zauberkammer“ mit unserer Tarot-Magierin: „AI Tarot – A Ritual Interface for Human Uncertainty“.
In einer offenen Mitmachstation konnten kleine Druckzauber ausprobiert und eigene Monotypien kreiert werden.

Mit Arbeiten von:
BRIANNA BLUG | SVENJA HINZMANN | ANOUK LENTZ ANNE R. OERTEL | BIANCA STRAUCH


















Drucksession am 28.08.26 mit Svenja Hinzmann in der DRUCKBAR. Ein schönes Ergebnis!







Fotos: Bianca Strauch
Instagram: katja__n | Website: katjaneubert.de
Katja Neubert lebt und arbeitet in Halle (Saale).

„AUSGANGSPUNKT MEINER ARBEITEN SIND HÄUFIG BEOBACHTUNGEN VON WACHSTUMSPROZESSEN, SYMBIOTISCHEN BEZIEHUNGEN UND DER FRAGE, WIE FREMDES UND EIGENES INEINANDERGREIFEN UND NEUE FORMEN HERVORBRINGEN.“



Was passiert bei dir zuerst: Idee, Zeichnung oder Experiment?
Meist beginnt meine Arbeit mit einem experimentellen Umgang mit Material. Im Prozess entstehen Formen, die auf ihre eigene Logik reagieren und sich weiterentwickeln. Zeichnung, Collage und Skulptur verstehe ich dabei nicht als getrennte Bereiche, sondern als unterschiedliche Zustände einer Untersuchung von Körper, Oberfläche und Veränderung. Besonders spannend finde ich das Verhältnis zwischen Kontrolle und Eigenleben des Materials.
Welche Rolle spielt Druckgrafik in deiner bisherigen Praxis?
Meine intensivere Auseinandersetzung mit Druckgrafik begann 2018 mit einer Serie von Kaltnadelarbeiten. Dabei interessierte mich nicht das abgeschlossene Bild, sondern die kontinuierliche Veränderung einer Form. Über einen Zeitraum von einem Jahr bearbeitete ich fünf Druckplatten immer wieder neu. Linien verdichteten sich, Spuren überlagerten sich oder wurden durch farbige Eingriffe zurückgenommen. Jeder Abdruck hielt einen bestimmten Zustand innerhalb dieses Wandlungsprozesses fest. Die Druckplatte wurde für mich dadurch weniger ein Mittel der Vervielfältigung, sondern ein veränderlicher Körper, der Einschreibungen, Überlagerungen und vergangene Zustände in sich trägt. Dieses Denken in Spuren, Schichten und Transformationen begleitet meine Arbeit bis heute – in Zeichnung, Collage und Skulptur.
Was inspiriert dich aktuell in deiner Arbeit?
Mich interessieren momentan besonders Übergänge und Zwischenzustände: Momente, in denen etwas nicht mehr eindeutig zuzuordnen ist. Formen, die zwischen Körper, Objekt und Organismus wechseln, Materialien, die eine andere Beschaffenheit behaupten, oder Oberflächen, die Spuren von Veränderung und Transformation sichtbar machen.
Ausgangspunkt meiner Arbeiten sind häufig Beobachtungen von Wachstumsprozessen, symbiotischen Beziehungen und der Frage, wie Fremdes und Eigenes ineinandergreifen und neue Formen hervorbringen.
1983 * in Dessau
lebt und arbeitet in Halle (Saale)
2022 | Zertifikat Kuratorische Praxis, UdK Berlin Career College
2010 – 2019 | Studium der Bildhauerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Abschluss: Diplom der Bildenden Kunst
2004 – 2010 | Studium der Theaterplastik an der HfBK Dresden, Abschluss: Dipl.-Designerin
Hier ein kleiner Zwischenstand. Nachdem viele Steine mühsam geschliffen wurden, konnte ausgiebig auf ihnen gemalt und gezeichnet werden. Das LITHOVERSUM wächst!






















Fotos: Deborah Ziller
Instagram: kalypsi_gahlo | Website: katharinagahlert.de
Katharina Gahlert wurde 1986 in Annaberg-Buchholz geboren und lebt und arbeitet in Halle und Gimritz. Sie studierte Malerei/Textile Künste und Schmuck an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

„AN DER LITHOGRAPHIE INTERESSIERT MICH, WIE SICH EINE TEXTILE DENKWEISE AUF EIN GANZ ANDERES MATERIAL ÜBERTRAGEN LÄSST.“

STATEMENT:
Die Beobachtung sich verändernder Landschaften wird mit körperlichen und inneren Erfahrungen verknüpft, wodurch sich ein fortlaufender Dialog zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Entitäten entspinnt. Das Textile findet nicht nur im Material statt, sondern vor allem in der Geste.

Welche Rolle spielt Druckgrafik in deiner bisherigen Praxis?
Druckgrafik spielte bisher kaum eine Rolle in meiner Arbeit. Umso gespannter bin ich auf die Erkenntnisse und Prozesse in der DRUCKBAR.
Was interessiert dich besonders an der Technik der Lithographie?
An der Lithographie interessiert mich, wie sich eine textile Denkweise auf ein ganz anderes Material übertragen lässt. Im Textilen arbeite ich viel über Schichtung und Struktur und nutze die Flexibilität des Materials. Der Stein verlangt Klarheit und ist ziemlich unnachgiebig. Es wird etwas entstehen, von dem ich noch keine Vorstel-lung habe.
Was bedeutet der Austausch mit den anderen Künstler:innen für deinen Arbeitsprozess?
Der Austausch mit anderen Künstler:innen ist für mich ein wichtiger Teil der Arbeit. Gespräche verschieben den eigenen Blick oft stärker als jede Recherche. STELLA MATKO kann gut zuhören und gibt super Tipps.
Katharina Gahlert wurde 1986 in Annaberg-Buchholz geboren und lebt und arbeitet in Halle und Gimritz. Sie studierte Malerei/Textile Künste und Schmuck an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Unsere Lithonaut:innen haben im Mai und Juni fleißig gewerkelt. Auf dem Programm standen wilde Monotypie-Partys, entspannte Schmuddeltage, gemeinsames Experimentieren, Rumfrickeln und Ausprobieren. In lockerer Runde wurde getestet, gedruckt, diskutiert und an offenen Fragen der Lithographie gefeilt.
Oberste Devise unserer Sessions: einfach machen! Schmuddelstein vorbereiten und drauflos drucken. Was macht der Stein eigentlich — wie reagiert er, wann funktioniert was und warum?
So konnte spielerisch mehr Sicherheit im Umgang mit den vielschichtigen Techniken der Lithographie gewonnen werden.


















Instagram: wwwwsmuhoe | Website: svenjahinzmann.de
Svenja Hinzmann wohnt und arbeitet in Halle (Saale). Ihre künstlerischen Schwerpunkte sind Installation, Malerei und Zeichnung.

»WENN ICH ZEICHNE BIN ICH UNGEDULDIG UND SPRUNGHAFT. DAS VERFAHREN DER LITHOGRAPHIE DRÄNGT MICH DAZU DEM PROZESS MEHR ZEIT ZU WIDMEN UND IST FÜR MICH EIN WEG DIE ZEICHNUNG ZU WÜRDIGEN.«



Was interessiert dich besonders an der der Technik der Lithographie?
Wenn ich zeichne bin ich ungeduldig und sprunghaft. Das Verfahren der Lithographie drängt mich dazu dem Prozess mehr Zeit zu widmen und ist für mich ein Weg die Zeichnung zu würdigen.
Was inspiriert dicht aktuell in deiner Arbeit?
Zur Zeit kann ich mich sehr für alltägliche Aussichten begeistern – Wiederkehrende Perspektiven auf Räume und aus Räumen hinaus. Dabei richte ich gerne den Blick auf beiläufige Dinge.
Welche Materialien benutzt du besonders gern?
Momentan schätze ich die Unkompliziertheit von Bleistift, Kohle und Tusche. Generell hab ich immer sehr viel Freude bei der Ver-wendung unterschiedlichster Klebebänder.
1982 geboren in Braunschweig
Studium/Ausbildung:
2017 Diplom, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2011 – 2017 Kunststudium, Bildhauerei Metall bei Fr. Prof. Andrea Zaumseil, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2011 Abschluss Bachelor of Arts, Metallgestaltung, Hawk Hildesheim
2008 – 2009 Erasmusaufenthalt, Akademia Sztuk Pięknych we Wrocławiu, Polen
2007 – 2011 Designstudium, Metallgestaltung, Hawk Hildesheim
Svenja Hinzmann wohnt und arbeitet in Halle (Saale). Ihre künstlerischen Schwerpunkte sind Installation, Malerei und Zeichnung.